„1989 – Lieder unserer Heimat OST“ (Download)

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Beschreibung

Schwarwel Soundtrack „1989 – Lieder unserer Heimat“

„1989 – Lieder unserer Heimat OST – Der Soundtrack zum Trickfilm von Schwarwel für Audio komplett neu remixed + remastered!“

Alle Lieder mit den deutschen Texten und der Musik von Schwarwel, eingesungen mit vielen Gast-Sänger*innen als buntes Potpourri aus den verschiedensten Musikgenres vom Kinderlied über russische Folklore zu R’n’B, Rap, Singer-Songwriter, Wave-Gothic, Thrashmetal, Punkrock bis hin zum Rock`n`Roll-Song und klassischen Elementen. Dieser Melodien-Reigen ist der dramaturgische Bogen, in dem sich die Handlungen und Ereignisse des Trickfilms „1989 – Lieder unserer Heimat – Vorwärts immer“ in Rückblenden, Träumen, Erinnerungen und Abenteuern des Autoren und seines Umfeldes vor den Augen und Ohren des Zuschauers spannen.

Featuring: Luci van Org (ehemals Lucilectric – „Weil ich ein Mädchen bin“), Tim Sander (GZSZ, „Der Nanny“, „Vaterfreuden“), Santiago Ziesmer (Spongebob Schwammkopf, Steve Buscemi, Winnie Puuh), Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen), Friederike „Freddy“ Holzapfel (Radio SAW), Steffen Lukas (Radio PSR), Rajko Gohlke (Knorkator, Think About Mutation), Joey A. Vaising (Think About Mutation), Tobias Künzel (Die Prinzen), Mitglieder des Akademischen Orchesters der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Leitung von Matthias Erben, Henriette Lippold (SOKO Leipzig), Gary Schmalzl (Bela B. Y Los Helmstedt, Jingo de Lunch), Bruno Rockstroh (Rockstroh Drums, Loikaemie), DJ Opossum u.v.w.

Tracklisting:

1. Melodie & Rhythmus 4:05
2. Muckefuck 2:02
3. Mein Ghetto war die Zone 3:43
4. Horch, Guck und Greif 3:31
5. Mädchen mit dem roten Trainingsanzug 3:49
6. Schießbefehl 3:16
7. Rote Beete 2:43
8. Himmlischer Frieden 2:31
9. Kirche von unten 3:46
10. Wandersmann (Nur einmal um den Ring) 2:43
11. Atzenmauer 3:01
12. Na, ich liebe doch 1:20
13. Vorwärts immer! 4:07

Gesamtspielzeit 40:37 min

Produziert von Glücklicher Montag

Format: mp3, Download

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1. „MELODIE & RHYTHMUS“

Die Winternächte sind so lang
Ich hör mir Platten von den Scherben an
Danach noch Skat im „Treffpunkt“, oh
Mein Leben treibt ins Nirgendwo

Die Disko ist nicht weit entfernt
Schläge einzustecken, hab ich dort gelernt
Von StiNos mit ner Dauerwellefrisur
In steifen Jeans und Ruhla-Uhr

Mädchen kichern leise, wenn sie mich sehn
Ich kann sie wirklich nicht verstehn
Zwischen Gläsern, Tanz und Rauch
Hat Grönemeyer Flugzeuge im Bauch

Dorfdiskothek am Rande der Stadt
Manchmal habe ich das Leben hier so satt
Einsamster Mensch dieses Planeten
Und meine Lieblingsband im Westen
(in Großenkneten!)

Ich scheiß drauf, wo ich alles mit muss
Ich hab Melodie und Rhythmus
Bin ein Ostpunk, immer gegen den Strom
Mein Staat die Sonne – ich ein Atom

Dann zieht es mich nach Ostberlin
Hinter der Mauer, da wartet die scene
Feiern in Kirchen, (wir fühln uns) heimlich und frei
Und die Stasi-Spitzel überall dabei

Element Of Crime, Gitarren aus Metall
Plötzlich gibt es einen Skinhead-Überfall
In der Zionskirche, doch die Volkspolizei
Sieht nur zu – und sie lächelt dabei

Ich scheiß drauf, wo ich alles mit muss
Ich hab Melodie und Rhythmus
Bin ein Ostpunk, immer gegen den Strom
Mein Staat die Sonne – ich ein Atom

Ich scheiß drauf, wo ich alles mit muss
Scheiß auf die Sonne und den Ismus
Bin ein Ostpunk, doch ich bleibe hier
Wer untergehn wird, das seid ihr

„MELODIE & RHYTHMUS“
Interpretiert von SCHWARWEL
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Git: Gary Schmalzl
Bass: Dirk P Posner
Drums: Bruno Rockstroh
Strings: Matthias Erben/AO Halle
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

2. „MUCKEFUCK“

Muck! Muck! Muckefuck!
Muck! Muck! Muckefuck!
Muck! Muck! Muckefuck!
Muck! Muck! MuckefAck!

Keine Apfelsinen, keine Bananen
Keine bunten Smarties – Nur ein Meer aus roten Fahnen
Keinerlei Fleisch- und keine Wurstwaren
Dienstag kommt Kohle – Trotzdem Energie sparen!

Oh, Baby
Muck! Muck! Muckefuck!
Mangelwirtschaft macht jetzt Druck
Mehr! Mehr! hatten wir nich –
Bückware für die Täter am Schreibtisch

Keine Weintrauben und kein Bohnenkaffee
Keine Stone-washed (Jeans!) und im Sommer kein Schnee
Nichts zu verkaufen – Keine Plauener Spitze
Kein Massenkonsum hier – Nur leise Stasi-Witze

Oh, Baby
Muck! Muck! Muckefuck!
Mangelwirtschaft macht jetzt Druck
Mehr! Mehr! hatten wir nich –
Bückware für die Täter am Schreibtisch

Wir wollen konsumieren / Bis wir daran krepieren
Die im Westen haben alles / Sogar „Denver-Clan“ und „Dallas“
Unsre Oma La Paloma / Hat das Westkaffee-Aroma
Jeder kriegt ne halbe Tasse / Hoch die Arbeiterklasse!

Muck! Muck! Muckefuck!
Mangelwirtschaft sorgt für den Ruck
Mir! Mir! Hatten doch nüscht –
Der Letzte lösche bitte das Licht!

„MUCKEFUCK“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. SCHWEINEVOGEL UND DIE KNUDDELKUMPELS
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Solo-Stimmen und Chor: Tim Sander, Santiago Ziesmer, Sebastian Krumbiegel, Schwarwel, Stephan Michme, Gary Schmalzl, Steffen Lukas, Daniel Schwarz, Luci van Org, Vic Vaising, Sandra Strauß, Henriette Lippold, Friederike Holzapfel, Pauline Kingsbury, Maximilian Reeg, Tobias Künzel, Roman Shamov
Git: Gary Schmalzl
Bass: Dirk P Posner
Drums: Bruno Rockstroh
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Gesänge aufgenommen von Micki Meuser und Alexander Oeconomo
Zusätzliche Aufnahmen im Machete Fixed It Again Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

3. „MEIN GHETTO WAR DIE ZONE“

(Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf …)

„Hey, Alte, was geht?“

Du denkst, du bist die Härte, Alter, doch lass dir was sagen:
Was du für Härte hälst, ist H&M mit hohem Kragen
Wenn du die Bitches flasht, dann nur mit hohlen Phrasen:
„Mach Platz, hier kommt der Chef, kannst mir ja nachher einen blasen!“

Was du dein Ghetto nennst, ist Luxus pur und haute volée
Wir in der Zone hatten nix als Teer und gelben Schnee
Ich war schon dope, da war der Bauch von deiner Mutti noch leer
Ich nenn das meine Jugend in der späten DDR

Dein Aggro-Rap ist für mich fad wie Bockwurst mit Soljanka
Geh stiften, Alter, aber schnell, du setzt hier keinen Anker
Mein Reim ist oberkrass, nicht so wie deine müden Worte
Ach komm, zum Abschied back ich dir Zonen-Zitronentorte

Du hast doch voll gelost, wenn du hier einen Dicken machst
Schau dich nur an, wie du dich krümmst und wie du blöde lachst
Du hast doch keine Checkung von meim Gedankenmeer
Auf sturmgepeitschter See: die Jugend in der DDR

Mein Ghetto war die Zone, mein Block die Wahlkartei
Mein Viertel unter Rädern zwischen Stasi und Partei

Bevor du Backen machst, halt still und lass dir sagen:
Was du für Coolness hälst, ist für mich Lärm im Kinderwagen
Ich saß beim ABVer wegen Schund und Schmutz und „Landser“
Jetzt kommst du an mit dicker Hose, machst hier ein auf Panzer

Dein Blockwartscheiß reicht grade mal für dummgebliebne Tussen
Mit deinem selbstgerechten Mist kannst andere vollstussen
Jetzt geh und lern Geschichte und schick mir einen her,
Der mehr Plan hat von früher Jugend in der DDR

FDJ und Kreisverband und Sigmund Jähn am Völki
Ich schmiss mein Blauhemd weg von wegen Regentropfenwölki
Mein Alter war genervt vom Lehrer in der guten Stube
Und ich, sein Häschen – gar nicht krank –, hüpfte aus der Grube

Ein Problemkind mit eignem Kopf und immer lauten Fragen
Doch in der Zone war das schlecht, da durfte man nix sagen
Nix gegen Staat und Apparat, nix über Grenzverkehr
So war es für die Jugend in der späten DDR

Mein Ghetto war die Zone, mein Block die Wahlkartei
Mein Viertel unter Rädern zwischen Stasi und Partei

Los, Alter, rück die Ketten raus, mein Trabi hat jetzt Vorfahrt
Ich mach dich platt, du Luschenspast, bewunder meinen Hochstart
Von meinem Scheiß weißt du nicht mehr als grade mal den Klappentext
Den Rest kriegst du alleine raus, wenn du dich durch paar Bücher flext

Die DDR, kein schöner Land, das ist da, wo ich herkomm
Ein Unrechtsstaat, und trotzdem mein, wo leise Hoffnung glomm
Nach vierzig Jahren Licht aus – davon findste heute gar nix mehr
Nix außer der Erinnerung an die Jugend in der DDR

„Aber du hörst mir doch gar nicht,
aber du hörst mir doch gar nicht …“

Mein Ghetto war die Zone, mein Block die Wahlkartei
Mein Viertel unter Rädern zwischen Stasi und Partei
Mein Ghetto war die Zone, mein Block die Wahlkartei
Mein Viertel unter Rädern zwischen Stasi und Partei, ei

„Aber du hörst mir doch gar nicht zu!
Du weißt doch gar nicht, was ich sagen will!“

„MEIN GHETTO WAR DIE ZONE“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. VIC VAISING und DJ OPOSSUM
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Vic Vaising
add. Voc: Schwarwel
Scratches, Samples + add. Programming: DJ Opossum Mike Dietrich
Keyboards, Programming und add. Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen im Machete Fixed It Again Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

4. „HORCH, GUCK UND GREIF“

Früh an einem Morgen steh ich an der Autobahn
Die Gitarre im Gepäck will ich in die Hauptstadt fahrn
Ich warte schon seit Stunden auf die Bandkollegen
Sind wahrscheinlich abgesoffen – sinnlos, sich da aufzuregen

Gestern kam noch Post, „Klärung-blabla-Sachverhalt“
Ich schmiss sie in den Ofen, da war mir nicht mehr kalt
Ich stehe und ich warte und es hält kein Trabbi an
Nur ein Moskwitsch und ich ahne: „Jetzt bist du dran!“

Früh an einem Morgen sitz ich im kahlen Raum
Zwei Typen reden auf mich ein wie im schlechtem Traum
„Subjekte wie Sie bleiben eh nicht lang auf freiem Fuß!“
Ich lass sie einfach reden, ignorier den ganzen Stuss

Sie wollen, dass ich schweige und dass ich nie mehr sing
Sie wollen mich kleinkriegen, doch das ist nicht mein Ding
Sie kleben sich mit Kittifix an meine kessen Sohlen
„Das heißt Zersetzungspolitik“ – sie lachen unverholen

Ich liege hier im Dreck in meiner Zelle
Und ich werde langsam steif
Ich bin nur ein weiteres Opfer
Vom VEB Horch, Guck und Greif

Früh an einem Morgen hat mein Spaß eine jähes Ende
Die Ketten des Regimes legen sich um meine Hände
„Herabwürdigung der sozialistischen Ordnung“
Neunzehn Monate Bau ist meine neue Verortung

Mein Bandkollege Informant der Arbeiterklasse
Der ist fein raus, sein Rücken frei und es stimmt die Kasse
Sechzehn Männer auf der Zelle und beschissnes Essen
Kann nur noch die Tage zähln – mein Staat hat mich vergessen

Ich liege hier im Dreck in meiner Zelle
Und ich werde langsam steif
Ich bin nur ein weiteres Opfer
Vom VEB Horch, Guck und Greif

„HORCH, GUCK UND GREIF“
Interpretiert von SCHWARWEL
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Git: Gary Schmalzl
Bass: Dirk P Posner
Drums: Bruno Rockstroh
Violin: Matthias Erben/AO Halle
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

5. „MÄDCHEN MIT DEM ROTEN TRAININGSANZUG“

Wie ein Schmetterling fliegt die Zeit vorbei
Ich bin wie gelähmt und ich bin nicht frei
Im Arenarund hab ich dich gesehn
Ach, es ist so schwer, doch ich muss jetzt gehn

Auf den Schultern von (auf den Schultern von)
Giganten standest du (Ahuuu)
Und ein Sportsoldat (und ein Sportsoldat)
Küsste deinen Schuh (meinen Schuh)

Deine Zukunft war (meine Zukunft war)
Fest in deinem Blick (fest in meinem Blick)
Durch Leistung zum Erfolg (von nichts kommt nichts)
Und dann nie mehr zurück (Aaaaah)

Und ich sah dich im glanzvollen Morgenschein
Seit dem Tag bin ich nie mehr allein (allein – Komm doch herein)
Du bist die, die meine Ketten und mein Herz zerschlug
Mädchen mit dem roten Trainingsanzug

Auslandsreisen und (Auslandsreisen und)
Danach Medizin (Hämoglobin)
Dafür gabest du
Deine Jugend hin (Serotonin)

Dopingspritzen in (Dopingspritzen in)
Deine junge Brust (meine junge Brust)
Doch dein Trainer hat (Sportdiplomat)
Nie davon gewusst (nie bewusst)

Und ich sah dich im glanzvollen Morgenschein
Seit dem Tag bin ich nie mehr allein (allein – Wie Plaste und Elaste)
Du bist die, die meine Ketten und mein Herz zerschlug
Mädchen mit dem roten Trainingsanzug

Und jetzt bist du hier (ich bin bei dir)
Und du bist mein (so soll es sein)
Zwar ein menschliches Wrack, (verdammtes Pack)
Doch mein Sonnenschein (mein Herz ist rein)

Gemeinsam hinken wir (du und ich)
Richtung Horizont (bitte stütze mich)
Und du sagst, du spürst (du, ich brauche dich)
Eine Schlechtwetterfront (lass mich nie im Stich)

Und wir stolpern im glanzvollen Morgenschein
Seit dem Tag sind wir nie mehr allein
„Ich bin die, die deine Ketten und dein Herz zerschlug“
Mädchen mit dem roten Trainingsanzug

„MÄDCHEN MIT DEM ROTEN TRAININGSANZUG“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. LUCI VAN ORG
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Voc: Luci van Org
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

6. „SCHIESSBEFEHL“

Sie ham mich gezogen und ich muss an die Mauer
Mit ner AK-47 leg ich mich auf die Lauer
Will da einer entfleuchen, lässt es sich nicht vermeiden:
Es heißt er oder ich – ich muss mich entscheiden

Will ich später studiern oder ab in den Bau?
Will ich Sekt oder Selters? Mein Magen wird flau
Heute kam gottlob keiner – ich mein: „Honi sei Dank!“
Ich leg mich ins Bett und die AK in den Schrank

Und ich träume
Ich träume so schlecht

Fünf Uhr wecken und sammeln und ich kotze im Strahl
Einstrich-Keinstrich ist klebrig, doch das is mir egal
Nächste Schicht an der Grenze und es schüttet von oben
Bärenfotze im Anschlag – heute lass ich mich loben!

Denn Loben heißt Urlaub und Urlaub ist gut
Ich knall meine Kleene und ich tank neuen Mut
Was Schießbefehl meint, wissen nur Kameraden,
Die neben mir dienen in diesem Saftladen

Und ich träume
Ich träume so schlecht
Rata-Tata-Tu
Und raus bist du

Sie ham mich gezogen, weil sie wissen, was geht
Ich pass ins Profil, ich bin der, der besteht
Ich will noch viel mehr, ich bin kein Verräter
An der Mauer werd ich heut vom Opfer zum Täter

Denn ich seh einen flitzen, der will einfach fliehn
Der will sich dem Osten für immer entziehn
Der will jetzt nach Drüben, ich nehm ihn aufs Korn
Ein Schuss hallt, ich hab ihn! – er kippt nach vorn

Seitdem träume
Seitdem träume ich schlecht
Rata-Tata-Tu
Und raus bist du – Uh!

„SCHIESSBEFEHL“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. TISHVAISINGS
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Git: Joey A. Vaising
Bass: Rajko Gohlke
Drums: Bruno Rockstroh
Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

7. „ROTE BEETE“

Wenn Mutti früh zur Arbeit geht, dann nimmt sie meine Hand
Die Sonne schläft noch eine Zeit, genau wie mein Verstand
Sie gibt mich in der Krippe ab und winkt mir weinend zu
Sie ist so frei und selbstbestimmt – laut SED, juhu!

Wenn Vati früh zur Arbeit geht, dann muss es schneller gehn
Sein Chef macht ihm die Hölle heiß – Das muss ich doch verstehn
Ich kann nicht bummeln, wie ich will – Das Böse schläft ja nie!
Der Sozialismus braucht den Sieg, sagt Paps mit weichem Knie

Und während mein Papa den Sozialismus rettet,
Bin ich hier ganz allein auf Roter Beete gebettet

Wenn Oma früh zur Arbeit geht, dann schnürt sie meine Schuh,
Damit ich schneller laufen kann, genau wie du und du!
Sie schiebt mich in den Trabi rein – Los geht die wilde Fahrt
Bald dürfen wir ins Ferienheim – Dafür wird lang gespart

Wenn Opa früh zur Arbeit geht, krieg ich ihn nie zu sehn
Und wenn er kommt, dann schlaf ich schon – Mal knuddeln wäre schön
Mein Opa kennt Gefangenschaft – Die Russen hatten ihn
Jetzt baut er rote Träume auf für Chruschtschow und Stalin

Und während Opapa den Arbeiterstaat rettet,
Bin ich hier ganz allein auf Roter Beete gebettet

Wenn ich mal früh zur Arbeit geh, will ich das anders tun
Ich will nur machen, was ich wirklich will, vom Wollenmüssen ruhn
Ich will kein Halstuch und kein Hemd, das alle tragen solln
Ich will, dass alle fröhlich sind, nur wenn sie selber wolln

Sie sollen selbst entscheiden könn, wohin die Reise geht
Kein Mauerstaat, kein Schießbefehl, kein Land, das Köpfe dreht
Ein echtes Leben soll es sein, mit echtem Sonnenschein
Für Mutti, Paps und Omama – und Opi lächelt drein

Und während ich auf Arbeit meine Träume rette,
Schneid ich die Rote Beete aus der Buchstabenkette

„ROTE BEETE“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. SANDRA STRAUSS
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Sandra Strauß
Chor: Dirk P Posner, Tobias Künzel und Schwarwel
Klangspiel-Solo: Vic Vaising
Oboe: Alain Tissier
Klarinette: Paul Kaczorowski
Fagott: Justus Friedrich Hoffmann
Bratsche: Matthias Erben
Flöte: Franziska Handmann
Blockflöte: Tobias Künzel
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

8. „HIMMLISCHER FRIEDEN“

Jaaaaaaaaaaaaaa …

Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Vater Stalin ist groß, Vater Stalin ist ein Schwein

Krieg vorbei, Stalin bleibt, setzt die Arbeitsnorm herauf!
Volksaufstand Dreiundfünzig – Sowjetarmee, hau drauf!
Sechsundfünfzig in Ungarn – das kann doch keiner wolln
Prager Frühling, mein Schatz, sieh die Ostblock-Panzer rolln

Solidarność in Polen, das Kriegsrecht sagt Helau
Willst du streiken, mein Sohn, hauen wir dich grün und blau
Sieh doch ein, ohne uns bist du nur ein armer Tropf
Reih dich ein, halt dein Maul und riskier nicht deinen Kopf

Hey! Hey! Hey!

Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Muckst du auf, muckst du auf, machen wir dich wieder klein
Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Feg die Stube, mein Kind, mach hier alles besenrein

Perestroika, Glasnost und ein Wind, der westwärts weht
Das System sagt Adé, doch bevor es schließlich geht,
Zeigt in China der Staat, wie man uns zum Schweigen bringt:
Auf dem Platz himmlischer Frieden und kein Vogel, der noch singt

Hey! Hey! Hey!

Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Schlagt sie tot! Schlagt sie tot! Peking mahnt im Abendschein
Ja, gerecht, ja, gerecht, ja, gerecht wolln wir sein
Mutter, Liebe, dein Sohn, er kehrt nie mehr zu dir heim

„HIMMLISCHER FRIEDEN“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. DAS TIAN’ANMEN-MASSAKER-ENSEMBLE
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Solo-Stimmen und Chor: Luci van Org, Pauline Kingsbury, Vic Vaising, Steffen Lukas, Tobias Künzel, Roman Shamov, Schwarwel · Zusätzliche Chorstimme: Maximilian Reeg
Violine: Matthias Erben
Oboe: Alain Tissier
Akkordeon: Heidi Eichenberg
Balalaika: Gary Schmalzl
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

9. „KIRCHE VON UNTEN“

Es kommt die Zeit
Wo nichts mir noch bleibt
Als ein Bauch voll von Zorn
Gewachsen aus dem vergifteten Korn,
Das sie in mich pflanzten,
Als die Funktionäre tanzten,
Doch der Jubel schal verhallte
Und meine Hand zur Faust sich ballte

Ich war kaum siebzehn Jahr
Färbte blau mir mein Haar
Wollte nichts als die Welt
Sie haben Panzer und Soldaten davorgestellt
Mauern hoch, Schotten dicht
Trag mein Joch, will es nicht
Such den Weg, such das Licht
Doch im Herzen der Partei finde ich es nicht

Ich war auf der Suche
Ich wollte zu Satan
Ich war auf der Suche
Spitzel, Spione

Hier ist der Ort
Will nicht weg, will nicht fort
Will nur, dass sich was tut
Doch mir winkt nur der Mann mit dem komischen Hut
Ich trag schwarz, ich seh fern
Ich hör Slayer ziemlich gern
Friedhof wird mein Ritual
Ein Grabstein unterm Bett ist doch völlig normal

Ich war auf der Suche
Zwischen den Trümmern
Ich wollte zu Satan
Und seinen Jüngern
Ich war auf der Suche
Doch ich hab ich nichts gefunden
Als Spitzel, Spione
Und die Kirche von Unten

Jetzt kommt das Ich
Sucht mich heim, ich such mich
Fühl den Sound im Gotteshaus
Hab noch Hoffnung für uns, doch ich muss hier raus
Hör nur zu beim Gebet
Für mich ist es längst zu spät
Gott ist keine Alternative
Für die menschenverachtende Parteidirektive

Ich war auf der Suche
Zwischen den Trümmern
Ich wollte zu Satan
Ich war auf der Suche
(Spitzel, Spione)
Ich wollte nur leben
Ich wollte nur spielen
Unterm Kirchendach rocken
Als einer von vielen
Ich wollte mich frei fühln
Für ein paar Stunden
Das konnte ich nur
In der Kirche von Unten

„KIRCHE VON UNTEN“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. TISHVAISINGS
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Zusätzlicher Background-Gesang: Vic Vaising
Zombiechor: Schwarwel, Tobias Künzel
Git: Joey A. Vaising
Organ: Tobias Künzel
Bass: Rajko Gohlke
Drums: Bruno Rockstroh
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen im Machete Fixed It Again Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

10. „WANDERSMANN (NUR EINMAL UM DEN RING)“

Nach Jahren strammer Wanderschaft
Verließ der Mut mich und die Kraft
Noch ewig hier im Kreis zu wandern
Zusammen mit Millionen andern
Dieselben Wege Tag für Tag
Ganz einerlei, ob ich es mag
Ganz einerlei, obs richtig sei –
Wohlan, für Staat und die Partei!

Ich bin ein strammer Wandersmann
Ich wander durch die Heide
Ich bin ein strammer Wandersmann
Im strammen Wanderkleide

Nach Jahren strammer Wanderschaft
Versagte mir die Manneskraft
Zu zeugen weiter Wunder für
Mein Vaterland – Oh, wehe mir!
Ich konnt die Last nicht mehr ertragen
Konnt nicht länger „Recht so!“ sagen
So geh ich einmal um den Ring
Derweil ich dieses Liedchen sing:

Ich bin ein strammer Wandersmann
Kein Pfad, den ich vermeide
Ich bin ein strammer Wandersmann
Und eine Augenweide

Die Goethestraße kenn ich wohl
Zum Karl-Marx-Platz ich schreite
Ich seh schon den Georgiring
Den Freund an meiner Seite

Nach links gehts jetzt zum Hauptbahnhof
Und Platz der Republike
Neue Wandrer schließen an
Den Tröndlinring ein Stücke

Entlang zum Konsument-Kaufhaus
Seht dort: das Blaue Wunder!
„Schließt euch an!“ ruf ich herauf
Man blickt nur blöd herunter

Den Goerdeler- und Dittrichring
Gehts bis zur Runden Ecke
Das Neue Forum schützt den Staat
Und uns auf dieser Strecke

Nach Stunden strammer Wanderschaft
Gab dieser Tag mir Lebenskraft
Den Luther-Ring hinan ich schritt
Und mit mir schritten viele mit
Zum Leuschner-Platz und Ring-Café
Wo ich nur noch mehr Menschen seh
Ein Meer von siebzigtausend Seeln
Ein Ruf entringt sich unsern Kehln:

„Keine Gewalt, du Wandersfrau!“
Nur einmal um den Ring, ne?
„Wir sind das Volk, du Wandersmann!“
Das Wandern ist mein Ding, ne?
Wir sind die strammen Wandersleut
Halodri-ho und so
Wir sind die strammen Wandersleut
Wir sind vergnügt und froh-ho-ho

„WANDERSMANN (NUR EINMAL UM DEN RING)“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. PROTESTSINGERS „WIR SIND DAS VOLK!“
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Add. Voc: Friederike Holzapfel, Henriette Lippold, Tobias Künzel
Chor: Luci van Org, Vic Vaising, Pauline Kingsbury, Friederike Holzapfel, Roman Shamov, Maximilian Reeg, Steffen Lukas, Tobias Künzel, Schwarwel
Oboe: Alain Tissier
Klarinette: Paul Kaczorowski
Fagott: Justus Friedrich Hoffmann
Bratsche: Matthias Erben
Akkordeon: Heidi Eichenberg
Trumpet: Gary Schmalzl
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

11. „ATZENMAUER“

Los gehts!

Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg
Willst du Nutten und Koks, muss die Mauer weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg

Die Mauer muss weg, Atze, die Mauer muss weg
Uns Udo singt, wir müssen raus aus dem Dreck (Genau)
Die Mauer muss weg, also ran an den Speck
Es nützt ja nu nüscht, denn die Mauer muss weg

Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg
Willst du Nutten und Koks, muss die Mauer weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg

Wir wollen Party und keine Funktionäre
Wir schießen euch in die Stratosphäre
Mit Atzenmusik und megalauter Power
Und wir reißen sie ein, eure blöde Mauer

Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg
Willst du Nutten und Koks, muss die Mauer weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg

Mein Atzenalter sagt: „Guck, wie gut ichs hab
Keine Mauer mehr und kein Mauergrab“
Alle Atzen am Start, alle Atzen sind frei
Schabowski sei Dank ist die Mauer jetzt Brei!

Die Mauer muss weg, die Mauer muss weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg
Willst du Nutten und Koks, muss die Mauer weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer muss weg

Die Mauer is weg, die Mauer is weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer is weg
Gebt uns Nutten und Koks, denn die Mauer is weg
Alle Atzen an den Start, denn die Mauer is weg

Ich war guckn für Freiheit un nu bin ich wieder hier
Denn ich muss sagen: Atzen, nich mein Bier!
Wenn Freiheit so aussieht wie ein Hamsterrad
Nehm ich doch lieber noch ein Rotkäppchenbad

Die Atzenmauer is weg!

„ATZENMAUER“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. DIE ZÄRTLICHEN MAUERBAUARBEITER
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Koproduziert von Tobias Künzel
Voc: Schwarwel
Add. Voc: Max Reeg
Chor: Steffen Lukas, Max Reeg, Schwarwel
Keyboards und Programming: Tobias Künzel
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Brot-Ton-Studio
Zusätzliche Aufnahmen aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

12. „NA, ICH LIEBE DOCH“

Mmh-mmh-mmh-mmh …

Ich liebe
Ich liebe doch alle
Alle Menschen
Na, ich liebe doch
Ich setze mich doch dafür ein

(Nach Erich Mielke am 13. November 1989
vor der Volkskammer der DDR)

„NA, ICH LIEBE DOCH“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. PUTZI
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Voc: Putzi
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gesang aufgenommen von Alexander Oeconomo
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

13. „VORWÄRTS IMMER!“

Neunzehnhundertneunundachtzig –
So siehts für mich aus:
Ossis in der Westvertretung
Wollen endlich raus

Treibhausgase, Meeresspiegel –
Das Polareis taut auf
Proteste auf dem Wenzelsplatz
Die Polizei haut drauf

Menschenjagd in Florida
Cops töten Schwarzen Mann
Gewalt entbrennt in Miami
Jetzt sind die Cops mal dran

Leipzig geht den Schweigemarsch
„Pressefreiheit jetzt!“
Vopos knüppeln mittenrein
Nehmen Demonstranten fest

Vorwärts immer!

Noch ist Polen nicht verloren
Mehrheitsvotum steht
Kommunisten – Pluralisten
Solidarność geht … okay!

Urteilsspruch in Westdeutschland
Anschlagsziel Dornier
Deutscher Albtraum RAF
Warnt vorher den Portier

Vorwärts immer!

Reagan reicht den Staffelstab
Weiter an George Bush (Senior!)
Ungarns Kommies geben auf
Hier hört man keinen Tusch (Hey!)

Medwedew nutzt Staatsorgan
Für Fakt und Wirklichkeit
Stalinopfer fünfzehnfach
Millionen Mal im Leid

Vorwärts immer!

Polens Kommunisten räumen
Ihren Tisch komplett
Fatwa gegen Salman Rushdie
Kriegsrecht im Tibet

Václav Havel, „Exxon Valdez“,
Abdullah al-Ahdal
Moskau räumt Afghanistan
Ozonschicht? Kann uns mal!
Vorwärts immer –
Rückwärts nimmer!

„Den Sozialismus in seinem Lauf
Halten weder Ochs noch Esel auf“

Moskau macht auf freie Wahlen
Peking schießt auf Kind
Ostberlin muss sich entscheiden,
Ob wir Menschen sind

Montagsdemo, Herbst im Kommen
Und ich mittendrin
Einundzwanzig, keine Ahnung
Ich such noch nach dem Sinn

Vorwärts immer –
Rückwärts nimmer!

„VORWÄRTS IMMER!“
Interpretiert von SCHWARWEL feat. VIC VAISING
Text und Komposition: Schwarwel
Produziert von Sandra Strauß und Schwarwel, Glücklicher Montag
Voc: Schwarwel · Voc: Vic Vaising
Keyboards, Programming und Samples: Schwarwel
Aufgenommen im Machete Fixed It Again-Studio
Gemischt und gemastert von Schwarwel im Machete Fixed It Again-Studio
Verlegt bei Glücklicher Montag

Copyright Glücklicher Montag. Alle Rechte vorbehalten.
www.1989-unsere-heimat.de

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